Arbeitsmarkt-Fachkräftemangel-Niedriglohnsektor

Im Arbeitsmarkt ist als Ziel ist Vollbeschäftigung anzustreben, da nur so auch die sozialen Sicherungssysteme erhalten werden können.

In der Presse ist oft das Klagelied über den angeblichen Fachkräftemangel zu vernehmen. In einigen Branchen mag dies zwar zutreffen, nicht aber in der breiten Masse.

Das große Märchen vom angeblichen Fachkräftemangel

Der angebliche Fachkräftemangel ist eine der großen Lügen unserer Politiker. Sie handeln im Auftrag der Konzerne, um die Löhne in Deutschland zu drücken. Durch ungeplante Zuwanderung wird die Situation verschärft.

Es gibt tausende deutsche Fachkräfte, die händeringend eine Arbeit suchen !

http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_78620736/hartz-iv-haelfte-der-hartz-iv-aufstocker-sind-fachkraefte.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/minijobber-arm-trotz-arbeit-3-2-millionen-menschen-haben-mehrere-jobs-a-1172698.html

Lüge des Fachkräftemangels
http://www.t-online.de/wirtschaft/id_79083770/millionen-deutsche-wollen-mehr-arbeiten.html

 http://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/dgb-kritisiert-fragwuerdige-zahlen-zum-ausbildungsmarkt-a-1119342.html

Jobcenter-Mitarbeiterin packt aus
http://www.focus.de/finanzen/karriere/berufsleben/reichsbuerger-abzocker-faule-saecke-jobcenter-mitarbeiterin-packt-aus-das-sind-meine-schlimmsten-kunden_id_6407206.html

Wenn so dringend Arbeitskräfte benötigt werden, warum werden die Menschen nur noch befristet eingestellt ?

Wir dürfen auch nicht vergessen, dass wegen besseren Arbeitsbedingungen Tausende deutsche Fachkräfte ins Ausland abgewandert sind. Es gibt auch bei vielen Personalern einen Jugendwahn. Wer 40-jährige schon als alt abstempelt, verfolgt eine kranke Ideologie. Wir brauchen in Deutschland nicht nur Akademiker, sondern auch gute Handwerker. Wir brauchen auch Menschen, die an praktischer Arbeit mehr Spaß haben als an anstudierter Theorie.

Die Not kann noch nicht so groß sein, sonst müsste man dies an steigenden Gehältern der Fachkräfte feststellen. Wir dürfen aber auch nicht vergessen, dass wir uns in einem globalen Wettbewerb befinden und keine Insel der Glückseligen sind. Stundenlöhne müssen auch erwirtschaftet werden. Allerdings hat es in Deutschland im Vergleich zu übrigen europäischen Ländern auch Lohnzurückhaltung gegeben, was wiederum die Lohnstückkosten nicht so schnell hat ansteigen lassen. Unsere Gesellschaft und die deutsche Industrie müssen Interesse an gut ausgebildeten eigenen Fachkräften haben. Mit welcher Motivation soll ein junger Mensch eine Ausbildung oder ein Studium beginnen, wenn er danach evtl. in Leiharbeit landet ? Es muss einen Leistungsanreiz geben. Leistung, Erfahrung und Fachwissen sind immer noch der Schlüssel zum beruflichen Erfolg.

http://www.welt.de/wirtschaft/article133049085/Verfall-deutscher-Tugenden-gefaehrdet-Wohlstand.html

Unqualifizierte Arbeitnehmer sind schlecht vermittelbar

Ein großes Problem sind Jugendliche und Schüler, die ohne ausreichenden Schulabschluss, Bildungsdefiziten oder qualifizierte Ausbildung dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Ihnen fehlt es auch oft an verschiedenen Kompetenzen und an Durchhaltevermögen. Hierdurch gehen uns viele Arbeitskräfte verloren, die dem Arbeitsmarkt als qualifizierte Kräfte nicht zur Verfügung stehen. Für Hilfstätigkeiten gibt es immer weniger Stellen.

Auszubildende, die sofort nach der Ausbildung gleich aus dem Betrieben entlassen werden, haben keine Möglichkeit, die oft geforderte Berufserfahrung zu sammeln. Oft werden 20-jährige mit 30 Jahren Berufserfahrung gesucht.

Mit ca. 357.000 Quadratkilometer und ca. 82 Millionen Einwohnern ist Deutschland eines der am dichtesten besiedeltsten Länder Europas. Zuwanderung ist nicht notwendig, es sind genug Arbeitskräfte da. Die Kultur in den USA und Australien basiert auf Einwanderung, aber nicht in Deutschland. Deshalb haben wir für diese Menschen auch keine Willkommenskultur !!!

Wenn es Mangel an einzelnen Fachkräften gibt, die im deutschen Markt nicht zu finden sind, so bietet dies der europäische Wirtschaftsraum. Er entspricht im wesentlichen auch unserer Kultur.

http://www.focus.de/finanzen/news/bildungsmonitor-2014-berlin-bremen-meck-pomm-in-diesen-bundeslaendern-bringt-sich-die-jugend-sich-um-die-eigene-zukunft_id_4071118.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article157158388/Was-wird-aus-den-ueber-10-Millionen-Dummen-im-Land.html

Der Bedarf an Arbeitskräften in der Zukunft wird abnehmen !!!

http://www.welt.de/wirtschaft/article130570280/Technik-wird-jeden-Zweiten-in-Deutschland-ersetzen.html

Verfolgt man aufmerksam die Presse, so finden sich genügend Fachkräfte, die wieder eine Stelle suchen. Außerdem gibt es weiterhin Entlassungen und Insolvenzen.

z.B. im Jahr 2012:

Weitere 2000 Stellen bei Arbeitern und Angestellten der Heidelberger Druckmaschinen (HDM) sollen gestrichen werden.

Durch die Pleite des Druckmaschinenherstellers  Manroland wurden auch mehrere hundert Menschen arbeitslos.

Durch die Schlecker-Pleite gab es auch hier tausende Arbeitslose.

Nokia Siemens Networks will in Bruchsal 270 Stellen streichen,

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungsriese EADS will bei seiner Rüstungssparte Cassidian bis zu 850 Stellen streichen.

Bei der Siemens-Tochter Osram sollen bis Ende 2014 die Zahl der Arbeitsplätze weltweit um zusätzlich 4700 reduziert werden.

Im Bochumer Opel-Werk sollen ab 2016 keine Autos mehr gefertigt werden.

Auch 2013 ist in einigen Firmen ein Stellenabbau angekündigt:

11.04.2013 Siemens kündigt an 3000 Stellen abzubauen

Beim aufmerksamen Lesen der Presse, könnte hier die Liste mit weiteren Firmen fortgeführt werden. Es stellt hier nur eine beliebige Auswahl dar. Das Interesse der deutschen Politik muss sein, sich zuerst um die eigenen Leute zu kümmern, bevor man Fachkräfte aus dem Ausland propagiert. Zukünftig muss auch in der Automobilindustrie mit einem Rückgang an Arbeitsplätzen gerechnet werden.

Auch 2016 geht der Stellenabbau weiter !

GE

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stellenabbau-bei-general-electric-ge-mitarbeiter-bangen-um-ihre-jobs-page1.de16cbdc-805e-4244-84dd-e80347cb6d25.html

Bombardier

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/bombardier-in-der-kritik-tausende-mitarbeiter-protestieren-gegen-stellenabbau/13337424.html

Siemens

http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/industrie/siemens-antriebssparte-schwaechelt-kaeser-koennte-weitere-stellen-streichen/12931138.html

IBM

http://www.heise.de/newsticker/meldung/IBM-will-in-Deutschland-Hunderte-Stellen-abbauen-3158360.html

 

 

Unter diesen Entlassenen sind bestimmt über 5000 deutsche und ausländische hochqualifizierte Fachkräfte, die hier freigesetzt werden.

Blicken wir in die 90er-Jahre zurück, so sind die Probleme oft hausgemacht. Viele können sich noch daran erinnern, wo 54jährige aus den Firmen abgeschoben wurden und den Sozialkassen übereignet wurden. Das war auch die Zeit, wo kaum Lehrlinge ausgebildet oder übernommen wurden. Absolventen der Fachhochschulen und Universitäten hatten große Probleme eine Stelle zu bekommen. Ein Studium in den MINT-Fächern  (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) war deshalb für viele nicht mehr interessant.

EU-Geförderter Arbeitsplatzabbau  in Deutschland ?

Der Standort von HP in Rüsselsheim mit IT-Fachkräften soll geschlossen werden. Viele IT-Prozesse werden zwischenzeitlich z.B. nach Bulgarien verlagert. Dort werden neue Arbeitsplätze teilweise von der EU subventioniert.

Mit Einführung von Hartz IV hat das Lohndumping und die Verarmung Einzug in Deutschland gehalten ! Die Deregulierung der Finanzmärkte unter der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung hat die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärft. Investoren („Heuschrecken“) sind nur an Rendite, aber nicht an Arbeitnehmern interessiert.

Niedriglohnsektor

In Deutschland gibt es eine ungleiche Einkommensverteilung. Je höher das Angebot an Fachkräften, desto niedriger die Löhne. Diese Niedriglöhner wurden durch die Einführung des T(EURO) noch weiter an den Rand gedrängt. Durch den Niedriglohnsektor und prekäre Arbeitsverhältnisse wurde zusätzlich die Armut gefördert. Dadurch haben vielen Menschen keine Möglichkeiten mehr den sozialen Aufstieg zu schaffen. Zusätzlich sind diese Menschen meist von Gehaltssteigerungen ausgeschlossen, während sich Manager und Politiker ihre Gehälter/Diäten selbst erhöhen. Unser gesellschaftliches Gefüge wurde zum Negativen verändert. Ein Großteil unseres Wohlstands basiert momentan auf Billig-Löhnen und prekären Arbeitsverhältnissen und nicht auf dem EURO. Aktuell wird die Lage durch den Vertrauensverlust in den Kapitalmarkt noch verstärkt, da dies teilweise zu exorbitanten Preissteigerungen beim Wohnungsmarkt führt. Dies führt zu weiterer Verarmung in großen Bevölkerungsschichten.

Diese niedrig bezahlten Menschen können keine ordentlichen Beiträge in die sozialen Sicherungssysteme einzahlen.  Später sind sie dann wieder auf staatliche Hilfe angewiesen. Die sozialen Sicherungssysteme werden dadurch nachhaltig geschädigt. Bei Niedriglöhnen kommen auch keine Steuern dem Staat zu Gute. Wer kein Geld hat kann auch nichts kaufen oder ist auf Billigschrott angewiesen. Das alles hat damit auch negative Auswirkungen auf andere Wirtschaftsbereiche. Wer ordentlich arbeitet, soll dafür auch ordentlich bezahlt werden. 8,50 EURO NETTO sind dabei nicht als zu hoch anzusehen. Ein riesiger Niedriglohnsektor  kann nicht im Interesse unseres Staates sein ! Die Politik hat aber dazu beigetragen. Selbst im Deutschen Bundestag werden solche Personen beschäftigt. Es ist pervers, wenn gewisse Firmen Mitarbeiter beschäftigen und diese dann als Aufstocker zusätzlich Geld vom Staat benötigen. Das ist eine indirekte Subventionierung der Betriebe.

Ex-Kanzler Gerhard Schröder hat die Spitzensteuersätze dramatisch gesenkt. Parallel dazu entstand ein großer Sektor mit Niedriglöhnen, von denen sich die Arbeitnehmer kaum ernähren, geschweige denn Rücklagen bilden können. Hierdurch wurde unsere Ellenbogengesellschaft gefördert. Diese Entwicklung ist nicht gottgegeben, sie ist von der Politik gemacht. Öffentliche Auftraggeber sind mit ihrer Auftragsvergabe für Lohndumping mitverantwortlich.

Ein gutes Beispiel für Ausbeutung sind Discountfriseure, die Ihre Mitarbeiter ausbeuten. Für Aufstockungsleistungen muss der Steuerzahler aufkommen. Jeder Kunde, der diese Discount-Friseure nutzt, schadet dem Angestellten Friseur, dem Staat und damit letztendlich sich selbst. Auch in deutschen Schlachthöfen werden Billiglöhner aus Osteuropa eingesetzt.

Akademiker arbeiten zu Niedriglöhnen:

Der Fachkräftemangel ist eine Lüge. Es geht der Wirtschaft nur um Lohndumping und Billiglöhner.

http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/loehne-gehaelter/id_67478208/hunderttausende-akademiker-arbeiten-zu-niederloehnen.html

http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/kein-job-nach-der-uni-wenn-akademiker-arbeit-suchen-a-988096.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/neue-studie-hunderttausende-akademiker-arbeiten-zu-niedrigloehnen-a-944311.html

http://www.welt.de/wirtschaft/article133520693/Leiharbeitsfirmen-schulden-Sozialkassen-Millionen.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arm-trotz-arbeit-drei-millionen-erwerbstaetige-von-armut-bedroht-a-1014784.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/leiharbeitsfirmen-beuten-junge-wanderarbeiter-aus-13524429.html

http://www.focus.de/finanzen/karriere/duerfen-sich-nicht-einmal-bewerben-hauptschueler-haben-keine-chance-auf-eine-lehrstelle_id_5761129.html

Das ist der absolute Wahnsinn zum Thema Fachkräftemangel:

http://www.focus.de/politik/deutschland/seit-monaten-packt-er-jeden-tag-mit-an-arbeitsloser-hilft-fluechtlingen-am-passauer-bahnhof-und-bekommt-jetzt-einen-neuen-job_id_5054826.html
 

Das wahre Ausmaß der Arbeitslosigkeit wird verschwiegen !

http://www.welt.de/wirtschaft/article156114290/Die-Wahrheit-ueber-das-Ausmass-der-Arbeitslosigkeit.html

Die Digitalisierung wird die Mittelschicht vernichten

http://www.focus.de/digital/internet/dld-2016/dldsummer-2016-siemens-chef-joe-kaeser-die-digitalisierung-wird-die-mittelklasse-vernichten_id_5640629.html

Endzeit-Theorie – Die Lüge von ewigem Wachstum und Wohlstand
http://www.welt.de/wirtschaft/article153795855/Das-Ende-des-Traums-vom-ewig-wachsenden-Wohlstand.html